H-Kennzeichen: Voraussetzungen, Kosten & Vorteile

Das „H" am Ende des Kennzeichens weist ein Fahrzeug als Oldtimer aus. Hier erfährst du, wann dein Fahrzeug H-fähig ist, was es kostet, wie viel Steuer anfällt und welche Vorteile das H-Kennzeichen bringt.

Christoph Ballmer Erstellt & geprüft von Christoph Ballmer

Was ist ein H-Kennzeichen?

Das H-Kennzeichen (H = historisch) kennzeichnet Fahrzeuge, die als kulturhistorisches Erbe gelten – erkennbar am angehängten „H" hinter der Erkennungsnummer. Es steht für Oldtimer, die weitgehend im Originalzustand erhalten sind und regelmäßig gepflegt werden.

Voraussetzungen

Kosten

Das H-Gutachten kostet je nach Prüforganisation rund 100–170 €, dazu kommen die Zulassungsgebühren (ca. 30 €) und die Schilder (online meist 10–30 € pro Paar). Stand 07/2026, ohne Gewähr.

Kfz-Steuer & Versicherung

Mit H-Kennzeichen gilt eine pauschale Kfz-Steuer von rund 191 € pro Jahr (Pkw) bzw. rund 46 € (Motorrad) – unabhängig von Hubraum und Abgasnorm. Für Fahrzeuge mit großem Motor ist das oft deutlich günstiger als die reguläre Steuer. Auch die Oldtimer-Versicherung ist meist preiswert, da diese Fahrzeuge selten und pfleglich bewegt werden.

Vorteile auf einen Blick

Ablauf: So kommst du zum H-Kennzeichen

  1. Fahrzeug prüfen: Ist die Erstzulassung mindestens 30 Jahre her und der Zustand weitgehend original und gepflegt?
  2. H-Abnahme: Ein Sachverständiger einer Prüforganisation erstellt das Gutachten nach § 23 StVZO – oft zusammen mit der Hauptuntersuchung (HU).
  3. Zulassen: Mit Gutachten, HU-Nachweis und den üblichen Unterlagen meldest du das Fahrzeug bei der Zulassungsstelle an; das „H" wird dem Kennzeichen angehängt.
  4. Schilder bestellen: Die geprägten Kennzeichen mit „H" bekommst du online – häufig günstiger als am Amt.

Für wen lohnt sich das H-Kennzeichen?

Besonders attraktiv ist es für Fahrzeuge mit großem Hubraum, bei denen die reguläre Steuer hoch wäre – hier spielt die Pauschale ihren Vorteil aus. Ebenso für alle, die regelmäßig durch Umweltzonen fahren, sowie für Sammlerfahrzeuge, die als Wertanlage gepflegt werden. Wer seinen Oldtimer nur im Sommer bewegt, kombiniert das H mit einem Saisonkennzeichen und spart zusätzlich bei Steuer und Versicherung.

Dein Wunschkennzeichen für den Oldtimer

Auch beim H-Kennzeichen darfst du die Kombination selbst wählen. Prüf deine Wunsch­kombination vorab im Kombi-Check und sichere sie dir: Wunschkennzeichen reservieren. Welches Kürzel für deinen Wohnort gilt, zeigt das Kürzel-Lookup.

Häufige Fragen zum H-Kennzeichen

Ab wann bekommt ein Fahrzeug ein H-Kennzeichen?

Ein Fahrzeug ist H-fähig, wenn die Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt, es weitgehend im Originalzustand und in gutem, gepflegtem Zustand ist. Ein Gutachten nach § 23 StVZO (H-Abnahme) bestätigt das.

Was kostet ein H-Kennzeichen?

Das H-Gutachten kostet je nach Prüforganisation rund 100–170 €. Hinzu kommen die üblichen Zulassungsgebühren (ca. 30 €) und die Schilder. Danach gilt die pauschale Kfz-Steuer. Stand 07/2026, ohne Gewähr.

Wie viel Kfz-Steuer zahlt man mit H-Kennzeichen?

Die Kfz-Steuer ist pauschal: rund 191 € pro Jahr für Pkw und rund 46 € für Motorräder – unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. Stand 07/2026, ohne Gewähr.

Welche Vorteile hat das H-Kennzeichen?

Die pauschale Steuer ist bei großen Motoren oft günstiger, Oldtimer-Versicherungstarife sind meist preiswert, und mit H-Kennzeichen darfst du auch ohne Umweltplakette in Umweltzonen fahren.

Kann ich H-Kennzeichen und Saisonkennzeichen kombinieren?

Ja. Als H-Saisonkennzeichen gilt der Oldtimer nur in den gewählten Monaten – praktisch für Fahrzeuge, die nur im Sommer bewegt werden. Details unter Saisonkennzeichen.